Erfahrungsbericht: Ich habe ADHS – doch jetzt ist auf einmal alles möglich!

Ist ADHS nun wirklich eine „Krankheit“? Darüber wird ja wild diskutiert. Meine Erfahrung ist: ja, auf jeden Fall! Zumindest fühlen sich die Symptome nicht gerade „gesund“ an. Krankheit hin oder her, Menschen wie ich brauchen eine Lösung für ihr Problem, damit sie leben können wie alle anderen.
Schon in der Schule fiel meinen Lehrern auf, dass ich zwar überhaupt nicht dumm war, aber trotzdem immer wieder überraschend schwache Leistungen ablieferte. Hausaufgaben? Eine Qual. Selbst wenn ich endlich einen Anfang gefunden hatte, wurde ich gleich wieder von irgendetwas anderem abgelenkt. Da halfen auch alle Selbstvorwürfe und guten Vorsätze nichts, geschweige denn Ermahnungen oder gut gemeinte Ermutigungen von meinen Eltern und Lehrern. Als ADHS bei mir diagnostiziert wurde, war ich 16 oder 17. Ritalin – das war das „Wundermittel“, das der Arzt meinen Eltern und mir ans Herz legte. Tolles Wundermittel! Eher schon „vom Regen in die Traufe“. Zwar beseitigte es die Symptome zeitweise: ja, ich war konzentrierter, schaffte endlich mal normale Hausaufgaben in unter drei Stunden und so. Aber Ritalin „betäubte“ gewissermaßen auch einen großen Teil meiner Persönlichkeit. Ich hatte gar keine echte Freude an meinen neuen „Erfolgen“, war allgemein weit weniger zu Empfindungen fähig. „Ich lauf rum wie’n Zombie“, sagte ich manchmal scherzhaft (obwohl ich’s ja eigentlich schon ernst meinte). Das konnte es doch auf jeden Fall auch nicht sein. Das war keine echte Lösung.
Mein Traum wäre es gewesen, Fluglotse zu werden. Daran war bei meinen Konzentrationsproblemen aber nicht zu denken. Stattdessen studieren? Genau, lange Texte lesen, für Prüfungen lernen…. Nein danke, das ließ ich auch lieber bleiben – klar, wieder wegen „my friend“ ADHS. Statt großen Träumen nachzujagen entschied ich mich für eine Ausbildung in der Logistik-Branche. Ein akzeptabler Kompromiss. Das erste Ausbildungsjahr: na klar, wieder mal der Horror, oder auch: wie immer. Nicht falsch verstehen, der Job selbst macht echt Spaß. Nur das Lernen, die Prüfungen – das fiel mir halt mal wieder extrem schwer.
Der Wandel kam im zweiten Lehrjahr, in dem ich jetzt bin. Ein Arbeitskollege erzählte mir, dass er zwar nicht, wie ich, ADHS, jedoch relativ starkes ADS (also ohne Hyperaktivität) habe, seit einiger Zeit allerdings so gut wie beschwerdefrei sei – ohne Ritalin. Konnte ich natürlich erstmal schwer glauben. Eine gute Woche später brachte er mir eine Packung LTO3 mit. Kannte ich natürlich nicht. Er sagte, das sei das Mittel, das ihm geholfen habe, und ich solle es doch gerne mal selbst ausprobieren. Das Beste daran sei: keine Nebenwirkungen.
Na ja, das klang mal wieder zu schön um wahr zu sein. Wieder mal so ein Vitamin-Produkt aus der Drogerie, dachte ich mir. Trotzdem, der Kollege ist einfach ein Typ, der allgemein keinen Schwachsinn erzählt und der überhaupt in allem immer super korrekt ist. Von so jemandem konnte ich so einen Tipp dann doch mal annehmen. Ich probierte LTO3 also aus.
Tja, was soll ich sagen? Kurz gesagt: es wirkt! Lernen muss ich für eine Prüfung beispielsweise zwar immer noch (und wirklich lieben werde ich das wohl nie), aber jetzt KANN ich zumindest lernen! Ich kann mich wie ein „normaler“ Mensch auf eine Sache länger als fünf Minuten konzentrieren, ohne zu Ritalin oder dergleichen greifen zu müssen, sogar länger als zehn Minuten, zwanzig, dreißig…
Ich finde, das Mindeste, was ich tun kann, um meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen, ist ein paar Zeilen zu schreiben, um Menschen von meinen Erfahrungen mit ADHS und LTO3 zu erzählen. Mein Leben ist ein anderes, seit ich regelmäßig LTO3 nehme. Ich schaffe die Dinge in „Normalzeit“, habe folglich deutlich mehr Zeit für andere, schönere Dinge. Ich bin einfach viel glücklicher mit mir selbst und der Art und Weise wie ich den Alltag und allgemein mein Leben meistere. Ich höre auch immer wieder, dass ich in letzter Zeit viel entspannter und zufriedener wirke. Tja, und Nebenwirkungen hab ich bis heute in der Tat keine festgestellt… außer vielleicht meine neue Freundin, die ich ohne die neue Gelassenheit vielleicht gar nicht kennengelernt hätte. Wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages ja doch noch mal Fluglotse. 😉

 

Peter Mindner

 

PS: LTO3 bekommt man auf www.smartvital.eu

[Erfahungsbericht aus Deutschland 01.2014]

Weitere Infos über LTO3

 

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